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Wissen erwerben, Wissen nutzen

 

Wissen als Rohstoff für Innovationen

Alles Neue entsteht aus Vorhandenem. Vorhandenes Wissen muss deswegen auch verfügbar sein, um als Rohstoff für Innovationen benutzt werden zu können. Gerade an den Grenzflächen traditioneller Fachgebiete sind tatsächliche Neuerungen oft am einfachsten erreichbar, weil einerseits auf vorhandenes Wissen zurückgegriffen und andererseits Neuland betreten werden kann.

Generell gilt, dass Wissen entweder in den Köpfen oder auf dem Papier vorhanden ist; Datenspeicher sind dabei erst einmal dem Papier gleichzusetzen. Die erste Art Wissen wird implizites, die zweite explizites Wissen genannt. Explizites Wissen unterscheidet sich von implizitem Wissen nun in ganz gravierender Weise: es ist ersten leichter auf andere übertragbar (Sie lesen gerade, was ich geschrieben habe); zweitens kann man versuchen mit Werkzeugen Zusammenhänge in diesem Wissen zu finden. Implizites Wissen hingegen übertragen Sie am besten durch vormachen und zusehen (Ausbildung!).

implizites Wissen kann in diesem Sinn auch als undokumentiertes Wissen bezeichnet werden; explizites Wissen liegt im Gegensatz dazu in dokumentierter Form vor, ist aber entweder unstrukturiert (normaler Text) oder strukturiert (Tabellen oder Datenbanken).

EiskristallUm unstrukturiert dokumentiertes Wissen bewusst zu nutzen, ist es im ersten Schritt eine Unternehmenskultur notwendig, der es gelingt, Mitarbeiter zur Übertragung ihres Wissens an das Unternehmen zu motivieren. Die interne Kommunikation darf dann nicht mehr auf Abteilungen begrenzt sein, sondern muss sich vielmehr an Geschäftsprozessen orientieren.

Natürlich kann man auch ohne eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiter als Mitdenker einstuft, IT-Technologie für die Verwaltung von Wissen einsetzen. Man muss sich dabei jedoch vor Augen halten, dass Wissen eben in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden ist. Mit klassischen IT-Anwendungen wie CRM- oder ERP-Systemen wird überwie-gend strukturiert dokumentiertes Wissen erfasst. Eine Beschrän-kung darauf führt in der Regel dazu, dass kurzfristiger und mit finanziellem Schwerpunkt gedacht und gehandelt wird. Es macht darüber hinaus natürlich auch keinen Sinn, Wissen in beliebigem Umfang überall dort zu erwerben, wo es sich anbietet. Wissensziele müssen immer auf Unternehmensziele und damit auf die Unternehmensstrategie abgestimmt werden.

Ein richtig eingeführtes Wissensmanagement erreicht „so ganz nebenbei“ folgende Ziele:

  • Sie unterstützen die interne Weiterbildung, so dass Mitarbeiter voneinander lernen können. Diese Methode ist einerseits kostengünstig, und verbessert andererseits die interne Kommunikation
  • Schubladendenken und eine Konzentration auf Abteilungen werden reduziert, eine Prozessorientierung ist leichter möglich
  • Wissen wir darüber hinaus geteilt und vermehrt sich so automatisch. Denken Sie daran, dass Newton durch die Betrachtung des Mondes und einen fallenden Apfel auf das Konzept der Gravitation entdeckt hat. Sie müssen es schaffen, eine solche Gleichzeitigkeit unterschiedlichster Informationen bereitstellen zu können, um Ihre Mitarbeiter offen für Entdeckungen zu machen.

Wenn Sie sich schon immer gefragt haben, wie es sein kann, dass Leute, die sich nicht kennen, trotzdem über das Web zusammenarbeiten ohne dafür bezahlt zu werden und ein Produkt fertig stellen, dass dann von anderen für nützlich gehalten und benutzt wird (ich spreche gerade von Open Source Software), hier ist meine Antwort: diese Leute haben Spaß an der Sache und einen persönlichen Nutzen. Sollte dies Ihnen als Unternehmen nicht zu denken geben?

MengeUndArtDesWissensHinsichtlich des persönlichen Nutzens sollte die Bedeutung von Geld wichtig genommen, aber nicht überbewertet werden. Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Peter Drucker hat einmal sinngemäß gesagt: wenn die Anstellung eines Mitarbeiters nicht mehr gesichert ist, muss wenigstens die Anstellbarkeit gesichert sein. Mit anderen Worten: wenn Sie möchten, dass ihre Mitarbeiter mehr Flexibilität zeigen und es hinnehmen, dass Arbeitsplätze auch für gute Leute sehr unsicher geworden sind, dann müssen Sie wenigstens dafür sorgen, dass solche Leute ständig lernen können. Nur wem das möglich ist, wird bereit sein, wie gefordert sein Wissen offen zu legen.

Beim Erwerb und der Übertragung von Wissen stellt man fest, dass explizites und implizites Wissen in einem ständigen Wechselspiel miteinander stehen. Explizites Wissen kann nur aus implizitem Wissen entstehen (Sie müssen wissen, was Sie schreiben wollen, bevor Sie es schreiben können); umgekehrt entsteht aus explizitem Wissen wieder neues implizites Wissen. Die beiden Japaner Nonaka und Takeuchi haben diesen Sachverhalt wie in der Grafik dargestellt beschrieben.

NonakaTakeuchiWissen „pendelt“ also zwischen seinen beiden Erscheinungsformen und vermehrt sich dabei. Je nachdem, welche Erscheinungsform gerade in welche andere umgewandelt wird, nennt sich diese Transformation des Wissens entweder Sozialisation, Externalisierung, Internalisierung oder Kombination. Eine technische Infrastruktur, die der Erfassung und dem Austausch von Unternehmenswissen dient, muss diese Gesichtspunkte berücksichtigen.